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Jüdische Flüchtline aus Georgien

August 15, 2008

Bisher war die georgische Stadt Gori an der Grenze zu Südossetien vor allem als Geburtsort von Josef Stalin bekannt, doch aus jüdischer Sicht hat der Ort seit dem Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen Russland und Georgien eine andere, traurige Berühmtheit erlangt.

Nach Angaben der Jewish Agency sind über 200 Juden aus der Gegend von Gori geflüchtet, seit die Russen dort eine Anzahl von Wohnhäusern in Schutt und Asche geschossen haben. Einige Dutzend Juden sind aber geblieben, um ihr Hab und Gut zu beschützen, doch praktisch alle Frauen und Kinder sind inzwischen in der georgischen Hauptstadt Tiflis eingetroffen. In der südossetischen Hauptstadt Tchinwali lebten einst rund 1000 jüdische Familien, doch infolge der immer wieder aufflammenden Konflikte ist diese Präsenz in den letzten zwei Jahrzehnten auf eine Handvoll Familien geschrumpft. Die Jewish Agency bekundet grosse Mühe, Kontakt zu den in Ossetien verbliebenen Juden herzustellen. In Georgien leben heute noch rund 12'000 Juden, vorwiegend in Tbilisi. [TA]

© 2001 - 2008 tachles Jüdisches Wochenmagazin


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